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Korrespondenz

RUPATADIN (RUPAFIN, URTIMED) UND QT-VERLÄNGERUNG

Zu Rupatadin (RUPAFIN, URTIMED; a-t 2015; 46: 47) geben Sie an, dass QT-Verlängerung unter dem Antihistaminikum beschrieben ist. Laut einer aktuellen Werbesendung des Anbieters soll es jedoch "keine QT-Verlängerung" geben. Liegen Ihnen neuere Daten vor? Ist Rupatadin für Patienten mit bekannter QT-Verlängerung geeignet?

N.N. (Name etc. im a-t 9/2016 genannt)

Die Aussage "keine QT-Verlängerung"1 in einer Werbeaussendung zu Rupatadin (RUPAFIN, URTIMED) belegt der Anbieter mit der aktuellen Fachinformation des Mittels.2 Dort wird erwähnt, dass klinische Studien "keinen signifikanten Effekt auf das Elektrokardiogramm" gezeigt hätten, darunter eine fünftägige "gründliche" QT-Studie3* mit gesunden Freiwilligen, wie sie seit 2005 in der EU für neue Arzneimittel mit systemischer Bioverfügbarkeit gefordert wird.4 Auch die gemeinsame Einnahme mit Wirkstoffen, die den Abbau von Rupatadin über CYP 3A4 hemmen (z.B. Erythromycin [ERYHEXAL u.a. Generika]) und dessen Plasmaspiegel erhöhen, soll keinen Einfluss auf das QT-Intervall haben.2 Patienten mit kardialen Reizleitungsstörungen waren aber von allen Untersuchungen ausgeschlossen, sodass nach Einschätzung der australischen Arzneimittelbehörde TGA die Sicherheit bei diesen Patienten nicht belegt ist.5  mehr 

© 2016 arznei-telegramm, publiziert am 23. September 2016

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