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Nebenwirkungen

TERATOGENITÄT VON VALPROINSÄURE (ERGENYL, GENERIKA)

Die Teratogenität des Antiepileptikums Valproinsäure (ERGENYL, Generika) ist lange bekannt. Insbesondere das Risiko für Spina bifida und andere Neuralrohrdefekte ist erhöht, etwa 1% bis 2% der exponierten Kinder sind betroffen. Außerdem sind Herz- und Extremitätenfehlbildungen, Hypospadien, kraniofaziale Dysmorphien u.a. beschrieben. Mit etwa 10% ist das Fehlbildungsrisiko unter Valproinsäure höher als unter allen anderen Antiepileptika und beträgt etwa das Zwei- bis Dreifache des unabhängig von Arzneimittelanwendungen bestehenden „Basisrisikos“ von 3% bis 5%.1,2 Seit Beginn der 2000er Jahre mehren sich zudem Hinweise darauf, dass bis zu 40% der Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft Valproinsäure eingenommen haben, von Entwicklungsstörungen wie reduziertem Intelligenzquotienten, Sprachentwicklungs- und Lernstörungen betroffen sind und ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen aus dem autistischen Formenkreis aufweisen.1,2  mehr 

© 2018 arznei-telegramm, publiziert am 16. März 2018

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