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OCRELIZUMAB (OCREVUS) BEI MULTIPLER SKLEROSE

Seit Februar 2018 ist nach Natalizumab (TYSABRI; a-t 2006; 37: 69-71) und Alemtuzumab (LEMTRADA; a-t 2013; 44: 98-100) ein weiterer monoklonaler Antikörper zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) im Handel. Der Anti-CD20-Antikörper Ocrelizumab (OCREVUS) ist für Erwachsene mit aktiver schubförmiger MS und als erstes Mittel für die Behandlung früher Formen der primär progredienten MS (PPMS) zugelassen.1,2 Die PPMS, von der etwa 10% bis 15% aller MS-Kranken betroffen sind, unterscheidet sich von der schubförmigen MS nicht nur durch den langsam kontinuierlich fortschreitenden Verlauf: Unter anderem erkranken die Patienten im Mittel etwa zehn Jahre später. Zudem sind beide Geschlechter etwa gleich häufig betroffen, während bei schubförmigen Verläufen Frauen überwiegen. Auch die Entzündungsaktivität ist geringer. Als Pathomechanismus werden vor allem neurodegenerative Vorgänge angenommen. Bislang ist weder für eines der bei MS zugelassenen Arzneimittel noch für den off label angewendeten Anti-CD20-Antikörper Rituximab (MABTHERA u.a.) ein signifikanter Nutzen bei PPMS nachgewiesen.2,3  mehr 

© 2018 arznei-telegramm, publiziert am 13. April 2018

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