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Korrespondenz

ZOSTER-TOTIMPFSTOFF SHINGRIX BEI ZOSTER IN DER VORGESCHICHTE

Was meinen Sie zur SHINGRIX-Impfung, wenn der Patient schon eine Gürtelrose hatte?

N.N. (Name etc. in a-t 10/2019 genannt)
Interessenkonflikt: keiner

Von den beiden großen zulassungsrelevanten Phase-III-Studien (ZOE-50 und ZOE-70)1,2 zum Varizella-Zoster-Totimpfstoff SHINGRIX waren Patienten, die schon einmal eine Gürtelrose hatten, ausgeschlossen (vgl. a-t 2018; 49: 49-51). An den seither publizierten Phase-III-Studien bei immunsupprimierten Patienten (aufgrund von Stammzell3- oder Nierentransplantation4, Chemotherapie bei soliden Tumoren5 oder hämatologischen Malignomen6) durften Patienten mit Zoster in der Vorgeschichte teilnehmen, wenn die Episoden mindestens zwölf Monate zurücklagen.3-6 Eine dieser Studien (bei autologer Stammzelltransplantation, n = 1.846)3 ist primär auf die klinische Wirksamkeit angelegt. Der Totimpfstoff mindert hier die Rate von Zostererkrankungen in 21 Monaten von 94 auf 30 pro 1.000 Patientenjahre und damit relativ um 68% (p < 0,001). Wie viele Patienten mit früherer Zostererkrankung teilnehmen, wird nicht mitgeteilt, Subgruppenanalysen zur Wirksamkeit bei diesen Patienten fehlen.  mehr 

© 2019 arznei-telegramm, publiziert am 18. Oktober 2019

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