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Korrespondenz

BEI BRUSTKREBS LAVENDELÖL (LASEA) MEIDEN?

2011 hatten Sie im a-t die Zulassung von Lavendelöl (LASEA) kritisch kommentiert (a-t 2011; 42: 31-2). Unter anderem wurden auch die östrogenartigen Wirkungen (Gynäkomastie bei präpubertären Jungen) von Lavendelöl angesprochen. Gibt es inzwischen auch Untersuchungen oder Erfahrungen, wie sich dies bei Mädchen und Frauen auswirkt? Ich denke hier besonders an Patientinnen mit Brustkrebs. Halten Sie es für möglich, dass Lavendelöl das Krebswachstum fördert und sollte es daher von dieser Patientengruppe strikt gemieden werden?

N.N. (Name etc. in a-t 12/2019 genannt)

Seit 2010 werden unter dem Handelsnamen LASEA Lavendelöl-Kapseln rezeptfrei für Erwachsene mit „Unruhezuständen bei ängstlicher Verstimmung“ angeboten.1 Bereits bei Zulassung in dem klinisch nur unscharf abgrenzbaren Anwendungsgebiet lagen In-vitro-Studien vor, nach denen Lavendelöl schwach östrogene und antiandrogene Effekte hat. In Fallberichten wurde nach Anwendung Lavendelöl-haltiger Kosmetika vorpubertäre Gynäkomastie beschrieben.2

Nach wie vor ist allerdings nicht systematisch untersucht, welche Auswirkungen Lavendelöl auf das Brustdrüsengewebe des Menschen hat.  mehr 

© 2019 arznei-telegramm, publiziert am 13. Dezember 2019

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