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PANIKATTACKEN UNTER LEVONORGESTREL-IUP (MIRENA U.A.)

Panikattacken sind eine bislang kaum bekannte Störwirkung von Levonorgestrel-Intrauterinpessaren (IUP; MIRENA u.a.), die zur Empfängnisverhütung und zum Teil auch bei Hypermenorrhö zugelassen sind. Ein deutliches Risikosignal kommt jetzt aus dem Pharmakovigilanzzentrum der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Uppsala.1 Bis November 2018 sind der WHO 602 Berichte zu Panikattacken aus 22 Ländern Europas, Amerikas u.a. zugegangen. Überwiegend stammen sie von Betroffenen (80%), zu 12% von Ärzten. Die Frauen sind zwischen 17 und 60 (im Median 33) Jahre alt. Die Beschwerden treten bisweilen bereits zwei Wochen nach Einlage des IUPs auf, im Median nach fünf Monaten. Fast immer (98%) ist das Levonorgestrel-IUP das einzige verdächtigte Arzneimittel. Oft wird gleichzeitig über weitere psychiatrische Beschwerden wie Depression oder depressive Verstimmung, Angst, Stimmungsschwankungen und/oder Suizidgedanken berichtet.1  mehr 

© 2020 arznei-telegramm, publiziert am 21. Februar 2020

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