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ASS in Niedrigdosen zur Sekundärprophylaxe von TIA und Hirninfarkt: Der Nutzen von täglich 100 bis 325 mg Azetylsalizylsäure (ASS, ASPIRIN u.a.) für Patienten mit instabiler Angina pectoris, aortokoronarem Bypass und Herzinfarkt ist gesichert (vgl. a-t 3 [1990], 30). Seit Jahren wird die Verwendung von Niedrigdosen von 40 mg ASS alle 24 bzw. 48 Stunden diskutiert (vgl. a-t 2 [1983], 14). In der SALT (Swedish Aspirin Low dose Trial)-Studie wird der Nutzen von nur 75 mg ASS/Tag zur Prophylaxe der Apoplexie bestätigt. In der fünfjährigen Studie an knapp 1400 Patienten fanden sich deutlich weniger Magen-Darm-Störeffekte als bei den sonst empfohlenen höheren Dosierungen. Apoplexien und transitorische ischämische Attacken (TIA) waren um 4% gegenüber Plazebo vermindert. Dies gilt auch für letale Insulte. Allerdings erhöhte sich das Risiko intrazerebraler Blutungen, so daß ASS auch in dieser geringen Dosis nicht zur Primärprophylaxe empfohlen wird. Zur Sekundärprophylaxe des Wiederauftretens von TIA und Apoplexie reicht die niedrige Dosis von täglich 75 mg (SALT-Studie, Veröffentlichung in Vorbereitung).


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