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Herzinsuffizienz: Was bringt ein Herzglykosid zusätzlich zur Behandlung mit ACE-Hemmer und Diuretikum? Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz profitieren von der Therapie mit Digoxin (LANICOR u.a.) oder ACE-Hemmern zusammen mit einem Diuretikum wie Hydrochlorothiazid (ESIDRIX u.a., vgl. a-t 8 [1990], 71). Ob das Herzglykosid in Kombination mit ACE-Hemmer plus Diuretikum zusätzlichen Nutzen bringt, beantwortet indirekt eine Doppelblindstudie an 178 klinisch stabilen Patienten mit Herzinsuffizienz NYHA II oder III, verminderter linksventrikulärer Austreibungsfraktion unter 35% und Sinusrhythmus. Die Therapie mit dem ACE-Hemmer Captopril (LOPIRIN u.a.) oder Enalapril (PRES u.a.), Digoxin und Diuretikum wurde unter Beibehaltung der übrigen Medikation entweder mit Digoxin oder Plazebo fortgesetzt. Maximale Belastungstoleranz, Ausdauer bei submaximaler Belastung, Austreibungsfraktion, NYHA-Klasse und Lebensqualität verschlechterten sich signifikant in der Plazebogruppe. Herzfrequenz und Körpergewicht nahmen unter Plazebo deutlich zu. 23 von 93 Patienten ohne Digoxin schieden wegen Verschlechterung der Herzinsuffizienz aus der Studie aus, dagegen nur 4 aus der Verumgruppe (85). Absetzen von Digoxin birgt für Patienten mit Herzinsuffizienz und eingeschränkter systolischer Funktion, die ACE-Hemmer und Diuretika als Basistherapie erhalten, ein erhebliches Risiko der Zustandsverschlechterung (PACKER, M. et al.: N. Engl. J. Med. 329 [1993], 1/ati d).


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