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Fehler in der Ausgangskontrolle – Lungenödeme nach Lachgas mit Raketentreibstoff: Die Hoechst AG ruft Ende Juli 1993 insgesamt 25 Chargen Stickoxydul (Lachgas) zurück, nachdem der Firma zwei Patienten mit lebensbedrohlichem toxischen Lungenödem und drei Patienten mit Erhöhung des Atemwegswiderstandes während der Narkose mit Lachgas gemeldet wurden – darunter zwei Zwischenfälle aus einer Klinik in Idar-Oberstein. Seit Mai des Jahres ist der Firma bekannt, daß das Anästhetikum mit Methylnitrat, einem toxikologisch wenig untersuchten, als Raketentreibstoff verwendeten Explosivstoff, in "Spuren" verunreinigt ist. Eine Anreicherung in den Druckgasflaschen ist jedoch möglich. Die Verunreinigungen sollen aus den nicht bei Hoechst produzierten Grundstoffen stammen. Bereits Heiligabend 1991 mußte Hoechst Lachgas zurückrufen, weil es mit Trichlornitromethan verunreinigt war. Aufsehen erregte Anfang 1992 die Rücknahme URBASON-verunreinigter PARACETAMOL-RATIOPHARM Tabletten, die Hoechst als Lohnhersteller für den Generikaanbieter produzierte (vgl. a-t 2 [1992], 18). Schon damals kündigte das Unternehmen Investitionen für die Güteüberwachung an.


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