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Kurz und bündig

Kondome als Schutz vor HIV: Latex-Kondome bieten Schutz vor HIV und anderen durch Geschlechtsverkehr übertragenen Erkrankungen (vgl. a-t 1 [1989], 2). Dieses Fazit zieht das amerikanische Center for Disease Control (CDC) aus Studien an Partnern, von denen jeweils einer HIV-infiziert ist. Regelmäßiger Kondomgebrauch schützte alle 123 seronegativen Partner vor einer HIV-Infektion, während sich unter unzuverlässigem Kondomgebrauch jeder zehnte von 122 seronegativen Partnern ansteckte. In einer anderen Studie wurden trotz konsequenter Anwendung von Präservativen 3 (2%) von 171 Frauen mit HIV infiziert, jedoch 8 (15%) von 55 Frauen, deren Partner nur unregelmäßig Kondome benutzten. Voraussetzung für den Infektionsschutz ist die sachgemäße und konsequente Anwendung. Latex-Kondome sollen kühl und trocken aufbewahrt und vor direktem Sonnenlicht geschützt werden. Gleitmittel auf Ölbasis können Latex aufweichen. Zusammen mit Kondomen sind daher nur wasserlösliche Gleitmittel (z.B. auf Glyzerinbasis) zu verwenden. Ein Nutzen des Spermizids Nonoxinol 9 (ORTHO CREME, PATENTEX u.a.) zur Prophylaxe von HIV oder anderen Geschlechtskrankheiten ist nicht belegt (vgl. a-t 1 [1993], 17). Daten zur Effektivität der neuen Kondome für Frauen (Österreich, Schweiz: FEMIDON) zur HIV-Verhütung fehlen. Nach einer sechsmonatigen Studie mit 147 Frauen wird die Versagerrate pro Jahr hinsichtlich des Empfängnisschutzes auf 11% bis 26% geschätzt (Centers for Disease Control: J. Am. Med. Ass. 270 [1993], 933).


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