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Korrespondenz

OLANZAPIN (ZYPREXA):
REGELMÄSSIGE BLUTBILDKONTROLLEN ERFORDERLICH

Bei einem 46-jährigen Patienten, bei dem neuroleptisch wirksame Substanzen wie Flupentixol (FLUANXOL) und Sulpirid (DOGMATIL u.a.) ohne Wirkung auf die Zielsymptome von akustischen Halluzinationen geblieben waren, kommt es nach dem vorübergehenden Einsatz von Clozapin (LEPONEX), den ich wegen einer rasch eingetretenen, nach Absetzen rasch reversiblen Leuko- und Eryhtrozytopenie beenden musste, auch nach dem drei Monate später erfolgten klinischen Einsatz von Olanzapin (ZYPREXA) zu der gleichen Erscheinung (NETZWERK-Bericht 9487).

Dies ist bei der Strukturverwandtschaft der beiden Substanzen nicht überraschend (a-t 10 [1997], 103). Im Beipackzettel führt die Herstellerfirma Lilly eine in der Anamnese bekannte Knochenmarksdepression bzw. -toxizität als Anwendungsbeschränkung auf. Meines Erachtens sollte dies jedoch Anlass geben, über die Einführung einer verpflichtenden Blutbildkontrolle, ebenso wie im Falle von LEPONEX, auch bei ZYPREXA nachzudenken und diese ggf. zu fordern.

B. THIELMANN (Facharzt f. Neurologie und Psychiatrie)
D-60439 Frankfurt

Wir stimmen dem Kollegen zu. Die Bremer Ethikkommission hat bei klinischen Studien mit Olanzapin (ZYPREXA) bereits vor der Zulassung gleiche Blutbildkontrollen wie bei Clozapin (LEPONEX) zur Auflage gemacht, -Red.


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