Die Information für Ärzte und Apotheker
Neutral, unabhängig und anzeigenfrei
arznei-telegramm® kennenlernen! Digital, print oder kombiniert.
Bestellen Sie ein Probeabo
vorheriger Artikele a-t 5/2018anächster Artikel
Nebenwirkungen

HÄMOPHAGOZYTISCHES SYNDROM UNTER LAMOTRIGIN UND ALEMTUZUMAB

Das seit 1993 erhältliche Antiepileptikum Lamotrigin (LAMICTAL, Generika; a-t 1993; Nr. 8: 78-9) gilt als Mittel der Wahl bei fokalen Anfällen (vgl. a-t 2007; 38: 113-4) und als Mittel der Reserve bei generalisierten tonisch-klonischen Anfällen und Absencen sowie zur Prävention depressiver Phasen bei bipolarer Störung. Lamotrigin hat unter den Antiepileptika insgesamt ein vertretbares Störwirkungsprofil. An schwerwiegenden unerwünschten Effekten sind in erster Linie bedrohliche Hautschäden wie STEVENS-JOHNSON-Syndrom und Hypersensitivitätsreaktionen wie DRESS* zu nennen. Um das Risiko von Hautschäden zu minimieren, muss Lamotrigin einschleichend aufdosiert werden.1

*DRESS = Drug Rash with Eosinophilia and Systemic Symptoms

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA warnt jetzt vor einer seltenen, ebenfalls bedrohlichen Schadwirkung, der hämophagozytischen Lymphohistiozytose (HLH, auch hämophagozytisches Syndrom), unter Lamotrigin.2  mehr 

© 2018 arznei-telegramm, publiziert am 11. Mai 2018

Diese Publikation ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen ist nur mit Genehmigung des arznei-telegramm® gestattet.