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Therapiekritik

CAROLINA-STUDIE: LINAGLIPTIN IM VERGLEICH MIT GLIMEPIRID
... DPP-4-Hemmer kontra Sulfonylharnstoff

Die von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA geforderten randomisierten kardiovaskulären Langzeitsicherheitsstudien bei Typ-2-Diabetes haben den Kenntnisstand zu neuen Antidiabetika deutlich erweitert, sind aber bislang ausschließlich plazebokontrolliert durchgeführt worden. Von den DPP-4-Hemmern einschließlich des in Deutschland nicht mehr angebotenen Linagliptin (außer Handel: TRAJENTA) hat in diesen Studien keiner einen nachgewiesenen Vorteil gegenüber Scheinmedikament,1-4 Saxagliptin (ONGLYZA) geht sogar mit signifikanter Zunahme von Krankenhausaufnahmen wegen Herzinsuffizienz einher (vgl. a-t 2013; 44: 73-5 und 2015; 46: 61-2).1* Dennoch werden die teuren DPP-4-Hemmer, vor allem Sitagliptin (JANUVIA, XELEVIA), in Deutschland zunehmend häufiger verordnet, seit 2015 häufiger als Sulfonylharnstoffe.5

*Für das in den USA nicht zugelassene Vildagliptin (GALVUS, JALRA) liegt eine solche Studie unseres Wissens gar nicht vor.

In der aktuell publizierten, auf klinische Wirksamkeit angelegten CAROLINA-Studie6 wird jetzt erstmals eines der neueren mit einem älteren Antidiabetikum verglichen: der DPP-4-Hemmer Linagliptin mit dem Sulfonylharnstoff Glimepirid (AMARYL, Generika).  mehr 

© 2019 arznei-telegramm, publiziert am 13. Dezember 2019

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