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ARZNEIBEDINGTE GESCHMACKSTÖRUNGEN

Nach mehrwöchiger Einnahme von Captopril (LOPIRIN) wegen Herzinsuffizienz kann eine 67jährige Süßes nicht mehr wahrnehmen (NETZWERK-Bericht 6212). Für einen 61jährigen schmeckt unter mehrmonatiger Captopril-Anwendung alles salzig (4076). Mit sieben Meldungen steht der ACE-Hemmer hinter dem Antimykotikum Terbinafin (12 Meldungen; LAMISIL; a-t 4 [1994], 40) an der Spitze der gut 100 Berichte an das NETZWERK zu Störungen und Verlust des Geschmacksempfindens. Die ACE-Hemmer Enalapril (PRES) und Lisinopril (ACERBON) sind mit zwei bzw. einem Bericht vertreten.

Unter den 16 verdächtigten Antiinfektiva fallen Gyrasehemmer und Penizilline mit je fünf Meldungen auf. Der Vasodilatator Oxyfedrin (ILDAMEN) löst einmal Störung und zweimal Verlust des Geschmacks aus, eine wohlbekannte Störwirkung. Je zwei Berichte entfallen auf das Kolitismittel Sulfasalazin (AZULFIDINE; vgl. a-t 3 [1994], 32), den CSE-Hemmer Lovastatin (MEVINACOR), das Diuretikum Furosemid (FUROSEMID RATIOPHARM), FSME-Impfstoff (FSME IMMUN), das Antiepileptikum Carbamazepin (TEGRETAL) sowie das Antihistaminikum Azelastin (ALLERGODIL).


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