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Therapiekritik

STABILE KORONARE HERZKRANKHEIT: INVASIV ODER KONSERVATIV VORGEHEN?

Ausführliche Bewertung gleichzeitig als e a-t 4/2020c veröffentlicht.

Grundlage der Behandlung der stabilen oder chronischen koronaren Herzkrankheit (KHK) ist die optimierte medikamentöse Therapie, die antianginöse Mittel wie Betablocker, Nitrate und Kalziumantagonisten zur Linderung der Beschwerden einerseits und Mittel zur Prognoseverbesserung wie Antithrombotika und Cholesterinsenker sowie gegebenenfalls Antihypertensiva und Antidiabetika andererseits umfasst.1 Strittig ist jedoch, ob und in welchen Situationen schon initial ein invasives Vorgehen mit Angiografie und Revaskularisation der auslösenden koronaren Stenose angestrebt werden sollte. Metaanalysen randomisierter Studien finden keinen2 oder nur einen geringen3 Einfluss einer frühen Revaskularisation auf die Prognose der Patienten. Vor wenigen Jahren ergab die relativ kleine, aber doppelblinde ORBITA-Studie (a-t 2017; 48: 113-4), dass eine perkutane koronare Stenteinlage (PCI) im Vergleich zu Scheininterventionen auch die Symptomlast gegenüber einer sorgfältig optimierten medikamentösen Therapie nicht verbessert.4

Jetzt werden die Ergebnisse der ISCHEMIA-Studie5 publiziert, der bislang größten randomisierten Studie zu dieser Fragestellung. 5.179 Patienten mit stabiler KHK nehmen teil.  mehr 

© 2020 arznei-telegramm, publiziert am 24. April 2020

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