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"Horrortrip" nach Antihistaminikum Cetirizin (ZYRTEC): Eine 42-jährige Frau mit Heuschnupfen nimmt wie empfohlen abends eine Tablette des Antiallergikums Cetirizin (ZYRTEC) ein. Nach kurzem Schlaf wacht sie auf und wird die ganze Nacht von Angstvorstellungen gequält. Am Tag danach fühlt sie sich müde und zerschlagen (NETZWERK-Bericht 9046). Eine Apothekerin wird unter der Einnahme während einer Autofahrt von hochgradiger Panik befallen. Ein einstündiger Weinkrampf folgt. Sie kann die Fahrt nicht fortsetzen (8507). Zwei weitere Berichte beschreiben ebenfalls Angst und Angstträume nach Cetirizin (8527, 9045). In Verbindung mit klassischen Antihistaminika sind Alpträume und Halluzinationen bekannt, unter Astemizol (HISMANAL) und Terfenadin (TELDANE u.a.) Angstzustände. Cetirizin kam mit dem Versprechen auf den Markt, selektiv auf periphere Histamin-Rezeptoren zu wirken. Mit Angst bzw. Angstträumen erweitert sich das Spektrum der im NETZWERK DER GEGENSEITIGEN INFORMATION berichteten, möglicherweise durch anticholinerge Wirkungen bedingten, psychischen und zentralnervösen Störungen unter Cetirizin wie Nervosität und Unruhe (3 Berichte), Agitiertheit (1), Aggressivität (2), Verdacht auf Abhängigkeit (1) und Müdigkeit (10; vgl. a-t 4 [1993], 40; 5 [1993], 49; 6 [1997], 72). Entsprechende Hinweise fehlen für ZYRTEC in der "Rote Liste 1998", -Red.


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